SV Waldsassen (N) - FK 06-Südring Selb |
2 : 2 ( 2 : 0 ) |
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SV Waldsassen (N): Zeus Marco - Zeitler Florian (ab 26. Kannenberg Harald), Ernstberger Holger,
Kannenberg Ingo, Pappenberger Jürgen, Müller Marc (ab 52. Schnurrer Peter), Speierl Martin, Kamenicky
Miroslav (ab 83. Holan Jaroslav), Ernstberger Oliver, Göybulak Safak, Meier Thorsten
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FK 06-Südring Selb: Kasper Stanislav - Koc Ali, Groß Andreas (ab 67. Achtzinger Florian), Schödel
Hans, Massalski Jörg, Fischer Martin, Schöffel Matthias, Beck Michael, Komma Petr (ab 46. Schink René),
Kaspar Radek, Müller Timo
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Tore: 1:0 Speierl Martin (Foulelfmeter, 10.); 2:0 Kannenberg Ingo (23.); 2:1 Schink René (61.);
2:2 Achtzinger Florian (73.)
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| Zuschauer: 200 |
| Schiedsrichter: Herzog/Gehülz |
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Gelbe Karten: - / -
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Mit einem blauen Auge kam der FK 06-Südring bei seinem ersten Auswärtsauftritt in der neuen
Saison davon. Im ersten Durchgang waren die Mölter-Schützlinge gegenüber dem
überzeugenden Saisonauftakt in keinster Weise wieder zu erkennen und hätten sich nicht
beklagen können, wenn der Rückstand nicht 2:0, sondern 4:0 oder 5:0 betragen hätte. Auch
nach dem Wechsel blieben sie spielerisch meist unter ihren Möglichkeiten, bewiesen jedoch
Moral, setzten kämpferisch zu und kamen so noch gegen nachlassende Waldsassener zu
einem Punktgewinn. Zudem bewies Michael Mölter mit seinen Einwechslungen ein
glückliches Händchen, denn die beiden Tore erzielten die Akteure von der Ersatzbank.
Gleich zu Beginn sorgte Libero Schödel, dem man seinen Trainingsrückstand, die dadurch
verbundene fehlende Spielpraxis und seine Verletzungspause deutlich anmerkte, für eine
erste Schrecksekunde. Sein katastrophaler Fehlpass am eigenen Strafraum kam zu I.
Kannenberg, dessen Schuss S. Kaspar reaktionsschnell parierte, der Abpraller sprang
Kamenicky ans Schienbein und von dort aus hoppelte der Ball knapp neben den Pfosten.
Danach übernahmen aber die Gäste zunächst einmal die Initiative und kamen wenig später zu
einer ersten guten Gelegenheit, Groß war bei einer Flanke wohl etwas zu überrascht und
verfehlte das Leder. Nach acht Minuten legte er schön mit der Hacke für R. Kaspar ab, der
schoss von der Strafraumgrenze, doch Zeus brachte gerade noch seine Hand dazwischen.
Gerade als es den Anschein hatte, dass die Selber das Spiel in den Griff zu bekommen
schienen, ging der Schuss nach hinten los. Fischer wollte nach einer Hereingabe auf
Kamenicky den Ball aus der Gefahrenzone befördern, der Waldsassener Sturmführer hielt
seinen Fuß dazwischen, es kam zum Zusammenprall und der nicht immer überzeugende
Schiedsrichter zeigte unverständlicherweise auf den Elfmeterpunkt. Speierl ließ sich dieses
Geschenk nicht entgehen und verwandelte sicher.
Anschließend verloren die Gäste völlig die Ordnung. Individuelle Fehler häuften sich, die
Abwehr wirkte oft mehr als löchrig und im Spiel nach vorne ging so gut wie gar nichts mehr.
Die mitgereisten Zuschauer dachten, es steht eine völlig andere Mannschaft auf dem Feld als
eine Woche vorher. Bezeichnend dafür nach etwas mehr als einer viertel Stunde eine Aktion
von Kapitän Massalski, der statt einem rechtzeitigen Rückpass den Ball viel zu lange hielt,
dann in der Not unkontrolliert nach hinten spielte und damit den nachsetzenden Kamenicky in
Szene brachte. Nur gut, dass der überzeugende Torwart S. Kaspar im Duell Mann gegen
Mann Sieger blieb. Mitte der ersten Hälfte wurden die Selber Defensivschwächen dann doch
bestraft. I. Kannenberg wurde im Strafraum angespielt, drehte sich in aller Ruhe, da sein
Gegenspieler meilenweit entfernt stand, und schlenzte unhaltbar ins lange Eck.
Als etwas mehr als eine halbe Stunde vorüber war folgte ein kurzer Lichtblick auf Selber Seite.
Pappenberger unterlief einen aufsetzenden Ball, Müller zog volley ab, anstatt weiter Richtung
Tor zu laufen, und Zeus parierte sicher. Danach mussten die Selber Anhänger allerdings noch
zwei mal gehörig ihren Atem anhalten. Schöffel unterlief ein Ballverlust im Mittelfeld, nach
dem darauf folgenden schnellen Konter lief I. Kannenberg alleine auf S. Kaspar zu entschärfte
zum zweiten Mal einen Alleingang. Wenig später verfehlte eine Direktabnahme von H.
Kannenberg knapp das lange Eck. Der Pausenpfiff war letztendlich mehr als eine Erlösung für
das Gästeteam, denn mit dem 2:0 waren sie noch gut bedient.
Dem entsprechend dürfte wohl auch die Kabinenpredigt von Michael Mölter ausgefallen sein.
Er brachte Schink für den wenig in Erscheinung getretenen Komma und im Mittelfeld herrschte
nun bedeutend mehr Ordnung. Auch im Spiel nach vorne lief es nun wesentlich besser. Ein
erstes bedeutendes Zeichen setzte der Einwechsler in der 56. Minute mit einem Freistoß aus
17 Metern, der am Außenpfosten landete. Fünf Minuten später trat er erneut zum Freistoß an,
diesmal fast von der Seitenlinie aus. Der Ball segelte an Freund und Feind vorbei, wurde
noch leicht abgefälscht und landete im Netz. Das weckte natürlich wieder Hoffnungen, zumal
Waldsassen kräftemäßig mehr und mehr nachließ. Allerdings lief man durch die offensivere
Ausrichtung auch Gefahr, Konter einzufangen. So hatte I. Kannenberg Mitte der zweiten
Halbzeit die Vorentscheidung auf dem Fuß, seinen Flachschuss lenkte S. Kaspar zur Ecke.
Kurz darauf hatte Joker Achtziger seinen großen Auftritt. Gerade mal sechs Minuten im Spiel,
setzte er sich im Strafraum gegen O. Ernstberger durch und traf flach ins kurze Eck zum viel
umjubelten Ausgleich.
Im Anschluss daran tat sich nicht mehr all zu viel, beide Seiten schienen sich mit der
Punkteteilung zufrieden gegeben zu haben. Zudem forderte auch die Hitze auf dem ohne
einen Fleck Schatten bestückten Waldsassener Rasen ihren Tribut. Lediglich Müller hatte
zehn Minuten vor dem Ende noch den Siegtreffer auf dem Fuß, er rechnete jedoch nicht damit,
dass Zeus eine Flanke von Schöffel verfehlte. So blieb es bei einem Unentschieden, mit dem
die Mölter-Schützlinge hoch zufrieden sein dürfen, denn die Partie hätte bereits zur Halbzeit
entschieden sein können. Dass sie das Blatt doch noch wendeten spricht für ihre Moral, auch
wenn trotz der beiden Tore im zweiten Durchgang nicht alles nach Wunsch lief. S. Kaspar
zeigte einen überzeugenden Einstand im Tor und hielt seine Mannschaft mit mehreren guten
Paraden im Spiel. Neben ihm gefiel auch Nachwuchsspieler Beck sowie Schink, der nach
seiner Einwechslung das Ruder in die Hand nahm. Einige andere Akteure konnten jedoch
nicht an die Form aus der Vorwoche anknüpfen.
(Bericht von der Selber Homepage)
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