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SGR-Leichtathleten absolvieren Trainingslager an der Adria
Trainieren an der Adria, im Bild von links unten: Fabian Haase, Nina Merz, Johannes Brosig; zweite Reihe von links: Kim Renner, Linda Haase, oben Lena Moßner.

Die Leichtathletikabteilung der SG Regnitzlosau absolvierte in den Osterferien erstmalig ein Trainingslager in Caorle an der italienischen Adria: sieben Tage im sonnigen Süden, allerdings nicht zum Faulenzen, sondern zum Trainieren. Die sechs Athleten absolvierten elf Trainingseinheiten wie etwa Ausdauer, Sprint, Sprung und Wurf. Auch der Spaß kam nicht zu kurz, denn nach jeder Trainingseinheit ging es noch an den Strand zum Volleyball oder Fußballspielen, oder auch mal zum Picknick.

"Erfolg ist gut, aber nicht alles"
Abteilungsleiterin und Trainerin der SG Regnitzlosau: Sabine Renner

Diese oberfränkische Mädchen-Staffel verblüffte die Konkurrenz, nicht aber ihre Trainerin. Sabine Renner, klärt uns auf.

Erste Frage: Wie kam es zu diesem Erfolgsquartett.?
Der Hintergrund ist, dass eine „normale“ oberfränkische Vereinsstaffel gegen die Konkurrenz aus Fürth und München chancenlos ist. Die vier Mädels sind die schnellsten ihrer Altersklasse in Oberfranken und haben sich gesagt: Gemeinsam sind wir stark.

Sie kamen zusammen mit Linda Haase und Nina Merz von der LG Hof und haben binnen kürzester Zeit bei der SG Regnitzlosau eine Leichtathletik-Abteilung aus dem Boden gestampft. Warum?
Ich habe bei der LG Hof aus privaten Gründen aufgehört. Linda und Nina wollten weiter mit mir zusammenarbeiten und gingen mit. Bei der SG sind wir herzlich aufgenommen worden. Auch der Bürgermeister der Gemeinde steht hinter uns.


Wie groß ist die Leichtathletik-Abteilung der SG inzwischen.

Wir sind 24 Kinder zwischen sechs und siebzehn. Ich denke, dass wir noch wachsen werden. Ich leite den differenzierten Sportunterricht an der Regnitzlosauer Schule und höre immer wieder , dass großes Interesse besteht.

Wie sind die Trainingsmöglichkeiten in der rund 3000 Einwohner zählenden Gemeinde?

Im Vergleich zu denen bei der LG Hof natürlich nicht optimal. Wir haben eine 100-m-Tartanbahn, die wir im Winter schon ein paar Mal freischaufeln mussten.

Sie und die Mädchen?
Das meiste haben die Väter erledigt. Es ist toll, wie hier alle zusammenhelfen. Wenn das Wetter ganz schlecht ist, haben wir noch eine kleine Turnhalle in der Schule.


Wo hapert es in Regnitzlosau noch am meisten?
Wir haben noch keine Sponsoren. Nur ein Beispiel: Das Quartett hat sich mit dem bayerischen Titel für die deutschen Meisterschaften in Neubrandenburg qualifiziert. Das ist mindestens sechs Autostunden weg. Wir müssten einen Tag früher anreisen und Übernachtung und Anreise aus eigener Tasche bezahlen. Ein Kleinbus wäre da auch nicht schlecht.

Wäre eine Nichtteilnahme bei den Deutschen Meisterschaft ein Rückschlag für Sie und Ihre Mädchen?
Schön wäre es schon, wenn wir starten könnten. Aber der sportliche Erfolg ist nicht alles. Ich lege auch viel Wert darauf, dass wir alle miteinander Spaß haben. Auch diejenigen, die keine Glanzzeiten laufen können, gehören dazu.


Das Gespräch
führte Peter Langer, erschienen in Frankenpost am 31.01.2009

Vier Staffelmädchen mit großer Zukunft
Die siegreichen Staffelläuferinnen, von links: Jeannine Weidner, Tamara Stüllein, Christina Hoffmann, Linda Haase

Linda Haase von der SG Regnitzlosau gewinnt mit StG Obermain bayerischen 4x200m-Titel

Für eine Sensation bei den Leichtahtletik-Meisterschaften sorgte eine Nachwuchs-Staffel, deren Läuferinnen aus drei Vereinen kommen: die Hoferin Linda Haase, die seit Jahresbeginn für die SG Regnitzlosau startet, die Lichtenfelserinnen Tamara Stüllein und Jeannine Weidner sowie Christina Hoffmann (ATS Kulmbach).

Die Staffelgemeinschaft (StG) Obermain, zu der sich im Bereich weibliche Jugend B die drei Sportvereine zusammengeschlossen haben, wurde mit einer überragenden Leistung (Deutsche Jahresbestleistung 4 x 200 m) bayrischer Meister. Dass die Zeit von 1:44,81 Minuten auch einen neuen oberfränkischen Hallenrekord bedeutet, versteht sich von selbst.

Erstaunlich, mit welcher Überlegenheit sich Tamara, Jeannine, Christina und Linda gegen die Staffeln des LAC Quelle Fürth und MTV Ingolstadt durchsetzten. Die Fürther Staffel landete mit 1:49,43 Minuten vor Ingolstadt weit abgeschlagen auf Platz 2.

Trainerin Sabine Renner hatte sich vor dem Rennen eine gute Platzierung für ihre Mädels ausgerechnet. Selbst einen Sieg wollte sie nicht ausschließen. Die Überraschung war der riesengroße Vorsprung der oberfränkischen Staffel, die der Konkurrenz aus den Leichtathletik-Hochburgen Fürth, Ingolstadt und München nicht den Hauch einer Chance ließ. „Als wir schon im Ziel waren, kamen die Fürtherinnen gerade um die letzte Kurve“, erinnert sich Renner, die nach dem Wettbewerb mit den vier Läuferinnen um die Wette strahlte.

Mädchen sind erfolgreich beim Staffellauf

Konsequentes und intensives Training, auch bei Kälte, Regen und Schnee, zahlt sich aus:

Bei der nordbayerischen Meisterschaft in Fürth überzeugten die jungen Staffelläuferinnen der Leichtathletiksparte der Sportgemeinde Regnitzlosau (SGR). Unter fachkundiger Anleitung ihrer Übungsleiterin Sabine Renner hatten sich die Mädchen offenbar bestens vorbereitet.
Im vier Mal 200 Meter Staffellauf starteten sie als Staffelgemeinschaft (StG) Obermain, zu der sie sich im Bereich weibliche Jugend mit den Sportvereinen TS Lichtenfels und ATS Kulmbach zusammengeschlossen hatten. Die StG Obermain 1 war bei den nordbayerischen Leichtathletikmeisterschaften nicht zu bezwingen. Mit 1:46,82 Sekunden lagen Tamara Stüllein, Jeannine Weidner (beide TS Lichtenfels), Christina Hoffmann (ATS Kulmbach) und Linda Haase (SGR) im Ziel weit vor der zweitplatzierten Staffel der Leichtathletikgemeinschaft Bamberg (1:49,98 Minuten). Nina Merz (SGR) erreichte in der StG Obermain 2 den vierten Platz in der Gesamtwertung der weiblichen Jugend B.
Nächstes Ziel der beiden Staffelläuferinnen der SGR, Linda Haase und Nina Merz, ist eine erfolgreiche Teilnahme an den Bayerischen Leichtathletikmeisterschaften in München. Dazu begleiten sie die besten Wünsche der SGR.