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Bayerischer Fußballverband


Gemeinde Regnitzlosau


Das regionale Fußball-Portal
Papa's Ratzifutz Kolumne "Hinter den Kulissen"
Teil 30

Heute: Abwrack’n Roll

Liebe Freunde der Weltwirtschaftskrise,  

jeder hat so sein Päckchen zu tragen und manch einer sogar ein Paket – das Konjunkturpaket der Bundesregierung. Besonderes Highlight ist natürlich unsere Abwrackprämie; Sie wissen ja, wovon ich spreche. Bestimmt waren Sie so clever wie ich und haben sich auch einen einen Tatra für 1.899 EUR gesichert. Unter Berücksichtigung der Abwrackprämie habe ich dann noch 601 EUR rausbekommen, immerhin Gegenwert von knapp 60 Kästen Scherdel.

Anstatt darüber zu diskutieren, wer in den nächsten Jahren noch ein neues Auto kaufen soll (ganz zu schweigen von den verzweifelten Gebrauchtwagenhändlern), sollten wir uns überlegen, wo die Prämie noch sinnvoll eingesetzt werden könnte.

Schauen wir doch mal in Ihre Kellerbar? Kennen Sie nicht auch diese Likörflaschen ganz hinten im Regal, die noch mit DM-Preisen etikettiert sind? Wieso sollte man die nicht abwracken, zum Beispiel beim Kauf von zwei Flaschen fabrikneuem Jägermeister?
  
Was ist mit gebrauchten Fußballern? Schaut Euch mal unsere Mannschaft an. Alleine die Choumans sind in Summe mindestens 80 Jahre alt. Könnte man die beim Transfer eines hoffnungsvollen Nachwuchstalents nicht abwracken und erhält noch ein paar Fußballschuhe aus dem Staatssäckel?
 

Schaut Euch mal die Schrotthäufen in der 2. Mannschaft an. Es gibt Kulturkreise in denen es als ein Wunder gilt, wenn man im hohen Alter der Bleyers, Steinhäusers und Schlegls überhaupt noch laufen kann (kleine Anmerkung am Rande: In unserem Kulturkreis gilt das Laufen über 35 durchaus als selbstverständlich. Als seltsam wird dagegen bewertet, wenn man trotz 20 Jahren Fußballerfahrung immer noch keinen geraden Pass spielen kann). Dreimal abwracken, bitte! Vielleicht springt ja ein neues Tornetz raus.  

Und zu guter Letzt: Was ist mit den alten Witzen von Papa Ratzifutz? Abwracken! Und für den Witzschrott gibt’s dann eine Portion frischen
Humor als Prämie!
   

Bis zum nächsten Heimspiel!
 

Ihr und Euer Papa Ratzifutz.  

P.S.: Die Idee des Abwrackens von Ehepartnern (nicht -partnerinnen) erscheint plausibel, wird aber von mir bewusst außen vor gelassen, wäre ich doch erstes Opfer.

Teil 29

Heute: Die Achse des Bösen feiert Kärwa

Liebe Freunde des neuen amerikanischen Bundeskanzlers,  

haben Sie bei der Siegerrede vom Obama auch so geweint wie ich? Als er mit visionärem Blick in den Chicagoer Nachthimmel erklärt hat, er will nicht nur für seine Wähler da sein, sondern auch für seine Nichtwähler sowie deren Brüder, Schwestern und Cousinen dritten Grades. Und für alle Völker der Welt inklusive Mongolen, Tadschiken, Seychellisten (oder heißen die Seychellowaren?), Moränen und bestimmt auch für das letzte Pärchen sibirischer Tiger.  

Ja, Euer sonst so hart gesottener Papa Ratzifutz hat geweint. Allerdings nur, weil mir bei dieser kitschigen Hollywood-Inszenierung eines endgültig klar wurde: Meine langjährige Muse und treibende Kraft hinter meiner Kolumne (neben Scherdel), der Präsident der Herzen, unser aller George Dabbeljuh Bush setzt sich zur Ruhe und wird mich künftig nicht mehr inspirieren. Ich fühlte mich wie Karl Lagerfeld, nachdem Claudia Schiffer ihre Visage in der Friteuse gebadet hat.  

Aber schauen wir nach vorne und werfen unser Mitgliedskärtchen für die Achse des Bösen in den Schredder. Schließlich gibt’s wichtigere Dinge im Leben als Politiker auf einem Kontinent, der durch die Abwesenheit von Kultur und gesundem Menschenverstand glänzt.

Wenden wir uns vielmehr einem Ort zu, wo Kultur und gesunder Menschverstand Flamenco tanzen: Dem Losauer Wirtshaus in Zeiten der Kärwa.  

Namhafte Biologen haben zwischenzeitlich herausgefunden, dass besonders bei männlichen Kärwagehern ein wahres Feuerwerk an Glückshormonen in der Hirnanhangdrüse gezündet wird. Zusammen mit dem gestiegenen Testosteronspiegel fördert dies den sog. beschwingten Kamikazemuck (einfach gesagt: Während der Kärwa wird regelmäßig ein Tout ohne Alten und Blauen angesagt).

Namhafte Verhaltensforscher haben indes recherchiert, dass der regelmäßige Kärwabesuch Voraussetzung für die soziale Grundakzeptanz des Mikrokosmos Dorfgemeinschaft ist (einfach gesagt: Sie werden nicht mehr mit den Worten: ‚Du Bleedl koost net muggn’ begrüßt).

Namhafte Sexualforscher haben zudem eine Hypothese entwickelt, wonach nächtlich heimkehrende Kärwabesucher aufgrund der ausgeschiedenen Pheromone besonders attraktiv auf die Partnerin wirken.   Und namhafte Modedesigner haben auch dieses Jahr wieder festgestellt, dass Rot die Farbe der Saison ist. Zumindest für die Kärwajeans.    

Ihr und Euer Papa Ratzifutz
.  

P.S.: Habt Ihr nach der Kärwa die Bild-Zeitung gelesen?: „Mäßig erfolgreicher Amtsantritt Obamas bei Losaner Kärwa – Designierter US-Bundeskanzler in Grund und Boden gemuckt!“

Teil 28

Heute: Pilates, Prostata, Powersex

Liebe Freunde der Fitnesslektüre,

manchmal zwingt uns die Langeweile zum Lesen. Dann greifen wir zur Bedienungsanleitung vom Geschirrspüler und lernen endlich, warum bisher nie was sauber wurde. Oder wir greifen zur Frankenpost und lernen, dass Rechtschreibfehler einen Text durchaus interessant machen können. Manche greifen zu spirituellen Werken und lernen sich selber kennen. Wir Sportler(innen) greifen dagegen zu Magazinen wie Men’s Health und Fit for Fun und lernen….gar nichts. 

Blättern wir doch mal rein in die Hochglanzbroschüre. Als erstes finden wir die neuesten Erkenntnisse aus der Lebensmittelmedizin: Tomaten helfen gegen Prostataherpes, Zwiebeln gegen Brustkrebs und Kartoffeln sind das Rundum-Sorglos-Powerfutter schlechthin. Dass in der letzten Ausgabe vor Tomaten (Schließmuskelhusten), Zwiebeln (Pickel) und Kartoffeln (versteckte Formaldehyde) gewarnt wurde, interessiert mittlerweile keinen mehr. 

Ein paar Seiten weiter findet man dann das 5-Minuten-Workout für die Strandfigur. Mal ehrlich: Gäbe es das wirklich, würden wir nicht alle aussehen wie Eieruhren nach dem Schleudergang. Bei Mittfünzigern wie mir denkt der Sixpack nicht mal nach vierwöchiger Kohlsuppendiät daran, unter seinem Speckmantel hervorzuschauen. Ich glaube nicht, dass ihn 5-Minuten Powerstepping-Pilates-Aquastreching vom Gegenteil überzeugen können. Und ganz nebenbei: Seit der Erfindung des portablen Durchlaufkühlers sind Sixpacks eh überflüssig. 

Zurück zu unserer Lektüre - natürlich dürfen auch ein paar Tipps zum Liebesleben nicht fehlen. Dabei wird hartnäckig ignoriert, dass es unveränderliche Perverse gibt, die sich immernoch im Bett fortpflanzen. Stattdessen liest man von ‚14 heißen Stellungen beim Freeclimben’ oder erhält eine Anleitung zur Liebe an Orten, wo unter Garantie Sand, Schnee, Garnelen oder die gemeine Feldmaus ungewollt in diverse Körperöffnungen gelangen. 

Und dann der krönende Abschluss: Die Reisetipps. Natürlich ist es im Hilton Ressort auf Sonevafuushi im Süd-Male-Atoll sehr schön. Besonders genießen würde ich auch den persönlichen  Butler. Ich würde mir auch täglich einen Kasten Scherdel im Privatjet einfliegen lassen. Aber ich würde mir garantiert KEINE Fitness-Zeitung für Zwofuffzich kaufen, weil ich dann kostenlos die Zeitung des Milliardärsclub Hochfranken Nordost zugeschickt bekäme. Wenn schon, dann will ich bitteschön über 2,5 Sterne Türkei oder Sparurlaub in Bad Füssing lesen. 

Abschließend meine Empfehlung: Lest ganz einfach unsere Stadionzeitung. Da steht zwar auch nur Stampf drin, aber der kommt von Herzen.   

Ihr und Euer Papa Ratzifutz. 

P.S.: Weitere unbedenkliche Lektüren mit dem Ratzifutz-Siegel sind übrigens die Scherdel-Bierzeitung, das wöchentliche Aldi-Prospekt sowie ‚Bobo Siebenschläfer hat auf die Pauke’.

Teil 27

Heute: Machsdu Ürlaub oder Reiseberücht aus Türkei

Liebe Freunde der Sommersonne,

es war soweit. Papa Ratzifutz hat Urlaub gemacht. Eine ganze Woche bin ich meiner Arbeitsstelle – der Bahnhofstoilette Mönchröden – ferngeblieben und habe mich in sonnigere Gefielde begeben. Natürlich nur, um Euch und Ihnen frisch erholt und neu inspiriert Woche für Woche die Geheimnisse des Lebens zu erklären.

Vom Geisterflughafen Leipzig-Halle gings los. Dabei handelt es sich um einen schönen Airport mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass man die ganze Zeit nackt herumlaufen kann, da man eh der einzige Fluggast ist. Nach zwei mitgebrachten Scherdel Wartezeit ging’s dann in den Flieger der Fluggesellschaft inter air. Deren Flotte (immerhin stattliche 5 Airbus-ähnliche Flugzeuge) besteht im Wesentlichen aus neu zusammengeschweißten Teilen alter Flieger. Zumindest war es schon verwunderlich, dass die Tragflächen unterschiedlich lang waren und auf einer das Lufthansa-Logo prangte, während auf der anderen das Signet von Air Kasachstan lächelte.

Doch wozu darf man Handgepäck mitnehmen, einmal Leipzig-Antalya ist in ratzifutzischen Luftmeilen gleich 5 Scherdel Premium Pils. Sicher im Mutterland des Döner angekommen, wurde zu nachtschlafender Zeit die nächste Etappe in Angriff genommen: Die türkische Antwort auf die Rallye Paris-Dakar – in anderen Worten: die neugebaute (zumindest wird sie das in 13 Jahren sein) Straße nach Belek. Glaubt mir, es war gar nicht so einfach, sich bei dem wilden Geschaukel die letzten 3 Scherdel aus dem Handgepäck einzuverleiben.

Als ich am nächsten Tage erwachte, öfnnete ich schnell meinen Koffer. Und siehe da: Die Eiswürfel waren zwar etwas zerlaufen, aber die zwei Kisten (Ihr ahnt es wahrscheinlich schon) Scherdel waren intakt. Doch das sollte das letzte Mal sein, dass ich mich freute. Um es abzukürzen, Ihr und Euer Papa Ratzifutz weiß jetzt, wofür 5-Sterne in der Hotelbeschreibung stehen können:

* Das Poolwasser hat eine Konsistenz, dass sich Urzeitkrebse innerhalb kürzester Zeit entwickeln

* Reinigungskräfte bedienen sich vor Freude übers üppige Trinkgeld aus dem Koffer (meine einzige Badehose war fortan weg, ein Glück hat keiner die kalten Scherdel angelangt)

* Im Kinderpool ist eine biologische Nachklärzone integriert

* Der Unterschied zwischen Aschenbechern und Getränkebechern wird nur von fachkundigem Personal erkannt

* Die Klimaanlage im Fitnessstudio könnte ganz Prex inkl. Moschich mit Wärme versorgen.

Nun ja, jetzt bin ich ja wieder hier bei Euch. Hier Zuhause, wo’s immer so kalt ist, dass man die Scherdel nicht erst kühlen muss.

Ihr und Euer Papa Ratzifutz.


P.S.: Natürlich habe ich auch was mitgebracht: 1 Satz Trikots. Allerdings ist der Rückendruck identisch „Hakan Sükür“ und zwei der drei Adidas-Streifen haben sich schon gelöst.

Teil 26

Heute: Ramazotti achtachtundachtzig

Liebe Freunde des Wochenendwerbeprospekts, mal ehrlich – zu welcher Sorte Mensch gehören Sie? Im Wesentlichen gibt es nämlich nur ein Entscheidungsmerkmal, das Homo Sapiens unabhängig von Geschlecht, Tischmanieren, Staatszugehörigkeiten und Sockenwahl unterscheidet: Die Einstellung zu Werbeprospekten.

Den meisten Postkastenentleerern ist schlichtweg egal, wer ihnen welche Sensationspreismeldungen in den Briefschlitz wirft. Wozu gibt es schließlich die grüne Tonne und den heimischen 12 KW-Kachelofen? Diese Exemplare stufen wir als größtenteils harmlos und weitgehend sozialverträglich ein.

Andere hingegen reißen dem Austräger schon mal die Neuigkeiten aus der Hand und vergleichen sofort Windel- und Schnapsangebote von Diska bis Netto. Gefährlich wird diese Spezies vor allem dann, wenn dem ungeliebten Nachbarn das Aldi-Prospekt schon am Samstag vorliegt, man selber aber noch darauf wartet wie ein Kleinkind auf Weihnachten. Dann wird der sonst verträgliche Sparfuchs schon mal zur tickenden Zeitbombe.

Richtig beängstigend sind jedoch die verbalen Drohgebärden an manch Briefkasten scheinbar harmloser Bürger. Hier sind Aufforderungen wie „keine Werbung einwerfen“ oder „keine Werbung und auch keinen verdammten Blickpunk einwerfen“ zu lesen. Ich frage mich, was wohl passiert, wenn sich der Austräger erdreisten würde, doch mal die Tiefkühlbeilage Norma 13/2008 einzuwerfen. Wahrscheinlich würde er Opfer einer gnadenlosen Selbstjustiz.

Man könnte nun meinen, es handelt sich hierbei um ein eher deutsches Phänomen, dem ist aber nicht so.

In Österreich wurde kürzlich ein 42jähriger Bankkaufmann zu 200 Sozialstunden verdonnert, weil er einen 15jährigen Schüler zwang, das trotz Verbotsschild eingeworfene Hofer-Prospekt zu verspeisen.


In Indien lies ein über Werbeprospekte erboster Elefantenzüchter die Verteilstation mit Elefantenexkrementen bewerfen. Auf Haiti ist es nicht unüblich, Prospektausträger mit Voodoo-Zaubern zu belegen. Und unser aller Freund George Dabbeljuh Bush war kurz davor, Brandenburg den Krieg zu erklären, als ihm ein Angebot über Spreewälder Gurken ins Haus flatterte.


Es ist immer wieder unglaublich, zu was Menschen fähig sein können.

Ihr und Euer Papa Ratzifutz.


P.S.: Diese Woche herauszuheben: Schmetterlingssteaks vom Zitronenfalter - 0,88 EUR pro 100 kg (Netto) und Ramazzotti für 1,98 im Duty Free in Asch.

Teil 25

Heute: PASSWORT:  97&%sonne1980xyyMJM;/papa

Liebe Freunde des allgegenwärtigen PIN-Codes,

wie viel Zeit geht bei Ihnen denn so im Monatsdurchschnitt verloren mit der Suche nach dem Zettel, auf dem Ihr Passwort für die Onlinebestellung bei Beate Uhse steht? Wie oft wurde Ihre Kreditkarte eingezogen, nur weil die PIN mal wieder im Biernebel verschwunden war?

Unser Leben wird nicht nur bestimmt von Hämorrhoiden, schrecklichem Durst und dem Zorn des Eheweibes, sondern von Zahlencodes und Passwörtern in allen Formen und Facetten.

Dabei sind diese scheinbaren Absicherungen eine Ausgeburt der Sinnlosigkeit, die maximal vom 3-in-1-Shampoo noch übertroffen wird (naja, und von der 5-in-1-Zahnpasta). Beispiel gefällig? Na los geht’s:

Wozu brauche ich verdammt nochmal eine PIN für meine Scheckkarte? Aufgrund meines deutlich beschränkten Reichtums kann ich nur alle zwei Wochen zum Geldautomaten, und so lange merkt sich kein mitteleuropäischer Mann aus durchschnittlicher Züchtung eine komplexe vierstellige Zahlenfolge. Ergo muss ich diese auf die Rückseite der EC-Karte notieren. Nicht sehr effizient, wenn Sie mich fragen.

Wozu muss ich mir ein 32-stelliges Passwort für eine Funk-Internet-Verbindung ausdenken, nur um dann nach 14tätigem Aufenthalt in der Warteschleife der Telekom erfahren zu dürfen, dass mein Modem genau dieses Passwort, das exakt nach Vorgabe drei Großbuchstaben, vier Sonderzeichen und 3 Zahlen enthält, nicht versteht?

Die Menschheit fliegt zum Mond, der Sinn ist dem aufrechten Bürger bis heute nicht ersichtlich. Die Menschheit konzentriert Ihren Erfindungsgeist darauf, immer mehr Funktionen in eine Zahnpastatube zu bringen. Den Nutzen wagen wir mal anzuzweifeln. Und die Menschheit konzentriert sich drauf, immer mehr Dinge mit Passwörtern, PIN und PUK und Super-PIN mit Zusatzzahl zu schützen. Wozu? Beantworten Sie’s selber.

Die Evolution ist wohl endgültig in einer Sackgasse angelangt. Liebe Freunde, lasst uns hier und heute umkehren. Erzieht Eure Kinder zu Menschen, die sich aufs Wesentliche konzentrieren. Zu Menschen, die Zahnpasta entwickeln, die einfach nur die Zähne sauber macht. Zu  Menschen, die nützliche Dinge erfinden, die ohne Passwort funktionieren.

Mal schauen, ob wir bis zum nächsten Heimspiel aus der Sackgasse rauskommen.

Euer Papa Ratzifutz.

P.S.: Unterstützen Sie dieses Projekt auch unter www.haemorrhoidensalbe-statt-mondfahrt.de

Teil 24

Heute: Spionage bei Lidl

Liebe Freunde des angeregten Discounter-Shoppings,

Deutschland hat endlich mal wieder einen handfesten Skandal und der Stern verkauft ein paar Exemplare mehr: Mitarbeiter von Lidl wurde bespitzelt, ausspioniert, überwacht und kontrolliert. Ich hoffe mal, die armen Kassierer, Regallogistiker und Verpackungsjongleure hatten zumindest auf dem stillen Örtchen ihre Ruhe.

Überhaupt werden wir ständig überwacht. Sie kennen wahrscheinlich auch das Gefühl. Beim Wildpinkeln, beim Popeln an der Ampel, im Big Brother-Container: Man wird permanent verfolgt und beobachtet.


Dieses Gefühl ist nur natürlich und berechtigt, schließlich überwacht auch die SGR ihre Fußballer. Beim Duschen zum Beispiel. Wenn Sie schon immer mal die Körperreinigungstechniken unseres Spielführers sehen wollen, schauen Sie doch mal ins Internet – es wurde alles auf www.youtube.com hoch geladen.
 

Aus verständlichen Gründen verschafft sich die SGR auch einen Einblick in die Freizeitgestaltung ihrer Spieler. Gemäß dem alten Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, also kontrollier lieber gleich“ hat auch der geschätzte Trainer mehrere Detektivbüros eingeschaltet, die ein besonderes Augenmerk auf die abendlichen Aktivitäten der Spieler vor dem Spiel legen.
 

Doch selbst das Trainerdasein schützt vor Abhören nicht - seine Spieltaktiken und Kabinenansprachen werden über Satellit live aufs Handy der Vorstandschaft übertragen, die dann kurzfristig eingreifen kann, wenn mal wieder verkehrt aufgestellt wird.

Auf dem Spielfeld wiederum ist kein Akteur sicher vor Spielerbeobachtern, kein Schiedsrichter sicher vor Schiedsrichterbeobachtern. Und wer weiß… vielleicht werden die Schiedsrichterbeobachter dann von Schiedsrichterbeobachterbeobachtern beobachtet und die wiederum von… aber lassen wir das.

Viel Spaß beim Spiel und beim Nasepopeln dran denken: Ihr werdet beobachtet!


Euer Papa Ratzifutz.

Teil 23

Heute: Energie – und wie?  

Liebe Freunde des Winkraftrades,

das Leben kostet Nerven, Kraft und vor allem Geld. Zwar bleiben die Preise für Cheeseburger, Nagelmodellierung und Sextourismus einigermaßen konstant. Nur wer von uns ist schon darauf aus, einer Prostituierten im McDonalds von Bangkok seine hübschen Fingerchen zu zeigen?  

Den Mann bzw. die Frau von Welt interessieren doch (hoffentlich) vielmehr die wichtigen Dinge, nämlich Bratwürste, Bier und die SGR. Und die werden teurer und teurer. Wegen der Energie, die auch soooo teuer wird.  

Ich erklär Euch mal, wie die Preisspirale funktioniert: In Kasachstan meint Olga Gasliaschwili zu Ihrem Mann Oleg, der Benz ist auch schon wieder ein halbes Jahr und die Nachbarin fährt jetzt Bentley und überhaupt könne man sich mal wieder was gönnen. Kein Problem für Oleg, kurzer Anruf bei Gazprom, Gazprom ruft beim Schröder an und der wiederum im Vereinsheim der SGR. Dem verdutzten Vorstand bleibt nichts anderes übrig, als weinend die nächste Gaspreiserhöhung zu schlucken.

In der Folge werden die Bratwürste teurer (hätte man mal lieber den alten Holzkohlegrill nicht ausrangiert), das Bier teurer (einfach weil man grade mal in Preiserhöhungslaune ist), und die Heizung zurückgedreht (man muss ja Heizkosten sparen).
Die Folgen sind dramatisch: Der fußballbegeisterte Regnitzlosauer sieht ein schlechtes Spiel frierender Spieler, kann sich das Spiel nicht mal schönsaufen und geht auch noch mit knurrendem Magen nach Hause.

Natürlich gibt es auch hier einen Ausweg: Wenn ab 2009 alle Kraftfahrzeuge mit ineffizienten Alternativkonzepten laufen (Eigenurin, Kürbiskernöl, Mondenergie und Gedankenkraft) sinkt die Benzinnachfrage dramatisch und damit auch der Preis.

Und dann schlagen wir zu mit der SGR-patentierten Benzinheizung getreu dem Motto: „WIR SIND IN - DENN WIR HEIZEN MIT BENZIN!“

Ansonten bleibt nur noch der Reaktor am Fußballplatz. Was tut man nicht alles, um ein anständiges Spiel zu sehen.

Euer Papa Ratzifutz.


PS: Für alle politisch Korrekten: Papa Ratzifutz heizt mit Erdwärme

Teil 21

Heute:Schon GEZahlt

Glück auf,


wie Ihr sicher alle wisst, dürfen wir uns der Tatsache rühmen, in einer hochentwickelten Demokratie zu leben. Wir Deutsche dürfen frei wählen, nach Lust und Laune verreisen und sogar Studiengänge wie altägyptische Theaterphilosophie belegen.

Doch auch in unserer heilen Welt haben die Mächte des Bösen begonnen zu arbeiten und die Demokratie von innen auszuhöhlen. Wurde in der Johannitischen Apokalypse das Böse mit einer Zahl beschrieben, so sind es in der Moderne drei Buchstaben: G E Z.


Wer die GEZ nicht kennt, dem sei deren Aufgabe wie folgt beschrieben: Die GEZ kümmert sich drum, dass öffentlich-rechtliche Medien (also ARD, ZDF, Bayern 1-5) Geld bekommen, um weiterhin den Musikantenstadl und das Auslandsjournal zu senden.

Ist vom Prinzip her auch logisch, denn wer eine Leistung in Anspruch nimmt, soll auch dafür zahlen. Dumm ist nur, dass es im Verständnis der GEZ keine Möglichkeit gibt, die Leistung nicht in Anspruch zu nehmen.


Überträgt man das auf die SGR hieße das ungefähr Folgendes: wer in Losa Fußball spielt, muss Mitgliedsbeitrag zahlen. Passt soweit. Es hieße weiter, wer ein paar Fußballschuhe besitzt, muss auch zahlen, da er theoretisch in der Lage ist, bei der SGR Fußball zu spielen. Hm, naja. Es würde weiter bedeuten, dass auch der, der ein paar Schuhe besitzt (auch bei Gummistiefeln und Stilettos gibt’s keine Ausnahme) muss berappen, da er sich in die Lage versetzen könnte, bei der SGR, auch wenn er dort nur ein paar Würste kauft, unter Umständen gegen einen Ball zu treten und so weiter und so weiter.

Nachdem die SGR aber nicht die GEZ ist, geben wir uns auch zufrieden, wenn Ihr uns jetzt ein Scherdel und ein Steak abkauft. Mahlzeit.


Euer Papa Ratzifutz.

PS: Die GEZ ist nur ein Baustein in der Achse des Bösen. Die anderen knöpfen wir uns nächste Woche vor!

Teil 19

Heute: Das Grüne an der Suppe ist nicht das Gelbe vom Ei  

Schönen Sonntag alle mit’nand,

wir wissen, warum die Banane krumm ist (weil sie einen Bogen um Gattendorf macht). Wir wissen, wer die Nähmaschine erfunden hat (schaut doch mal ins www.sg-regnitzlosau.de - Gästebuch) und wir wissen sogar meitens, was wir am Vorabend gemacht haben.

Wir wissen aber leider nicht, warum unsere Vereinsfarben blau-weiß sind und wie wir dies nutzen können. Bis jetzt nicht. Denn heute tauchen wir mal ab in die Tiefen der Farbpsychologie.


Physikalisch gesehen ist weiß die Summe aller Farben und damit die vollkommenste und reinste Farbe. Es signalisiert Reinheit (nicht zu verwechseln mit Reinhard!), Klugheit und Bescheidenheit. Legendäre Torwarttrainer und edle Gönner der SG hören selbstverständlich auch auf den Namen dieser Farbe.

Blau hingegen steht für Freundschaft, Vertrauen und Sympathie. Kein Wunder also, dass viele Spieler desöfteren mal blau sind. Blau schafft weiterhin Raum und Perspektive. Ganz wichtig in Zeiten, in denen es auf dem Feld an selbigen mangelt.



Somit lässt sich nun auch erklären, warum der Saisonauftakt kräftig in die Hose ging: die letzten beiden Spiele bestritt unsere BOL-Elf in roten Trikots. Rot steht für Zorn, Verführung, Haß und SPD. Es ist schon ein Wunder, dass unsere Elf unter diesen Vorzeichen überhaupt auflief.

Daher fordert Papa Ratzifutz heute: Zieht unsere Buam gefälligst blau-weiß an. Und wenn wir dann immernoch nichts zu Wege bringen, sehen wir uns zum nächsten Heimspiel mal Wasseradern und Magnetfelder an.


Euer Papa Ratzifutz.

PS: Ist Euch schon mal aufgefallen, dass sich kein Wort dieser Welt auf Orange (sprich Orronghsch) reimt?